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Pressemitteilungen / News



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Seniorchef Peter Reinhardt verstorben



Peter Reinhardt, der Seniorchef der REINHARDT System- und Messelectronic GmbH ist nach kurzer Krankheit Anfang Mai dieses Jahres verstorben, nur wenige Tage vor seinem 74. Geburtstag.

Nach seiner fundamentalen Ausbildung mit Studium in Deutschland und den USA war er zunächst als Test- bzw. Entwicklungsingenieur tätig. Anfang der 70er Jahre baute er dann in Europa den Vertrieb für damals namhafte Hersteller von Equipment für den Test von elektronischen Baugruppen und Geräten auf.

1976 gründete er seine eigene Firma und konnte bald aus den Erlösen für die von ihm selbst entwickelte Zähleinheit für elektronische Bauteile die Entwicklung eines ersten Testsystems nach seinen eigenen Vorstellungen finanzieren. Seine Philosophie drückte sich im Slogan "Testsysteme vom Praktiker für Praktiker" aus, sie hat ganz wesentlich den Erfolg seiner Firma mitbestimmt: In den folgenden Jahrzehnten wurde seine Firma zum Marktführer für Incircuit- und Funktionstestsysteme in Deutschland, der Schweiz und in Österreich.

Der Visionär und Querdenker war mit seinen Ideen häufig seiner Zeit voraus, aber sein Glaube an das Produkt und die Firma waren unerschütterlich. Sein breit gefächertes Wissen, ob in Technik, Wirtschaft oder Marketing, war gepaart mit Erfindergeist, enormer Willenskraft und großem Fleiß und seiner Fähigkeit, Trends zu erkennen und auch zu setzen.

Schon sehr früh hat Peter Reinhardt den Generationswechsel vorbereitet und das operative Geschäft an seine Tochter übertragen. Melanie Reinhardt ist seit 2009 Geschäftsführerin und jetzt alleinige Inhaberin, die ein erfahrenes Team hinter sich hat.



Tandembox



Mit der Tandembox und REINHARDT-Testsystemen wird der Durchsatz beim Testen von elektronischen Flachbaugruppen kostengünstig erhöht. Diese Incircuit- und Funktionstestsysteme werden häufig in kleinen und mittelständischen Firmen eingesetzt, was vor allem auf die niedrigen Investitionskosten, Testprogrammerstellungskosten und Adaptionskosten zurückzuführen ist. Wenn die Kunden dann mit unerwartet steigenden Stückzahlen ihrer elektronischen Flachbaugruppe konfrontiert werden, wird der Prüfplatz mit Incircuittest und Funktionstest mit IC-Flashen und evtl. Boundary Scan gerne zum Flaschenhals.

Für eine Kapazitätserhöhung gibt es verschiedene Möglichkeiten, z. B. in mehreren Schichten zu testen, den vorhandenen Prüfplatz zu duplizieren, im Mehrfachnutzen oder mit dem Tandemboxkonzept zu testen.

Zunächst muss analysiert werden, wie sich die Durchlaufzeit auf Handlingzeit und Prüfzeit verteilt. Die Durchlaufzeit setzt sich an einem manuellen Prüfplatz für Incircuit- und Funktionstest typischerweise zusammen aus der Entnahme der Baugruppe aus einem Behältnis, der Identifizierung und dem Einlegen der Baugruppe in die Prüfvorrichtung. Nach dem Kontaktieren über die gefederten Kontaktstifte startet das Prüfprogramm. Nach der Entnahme der Baugruppe aus dem Prüfadapter wird sie in das jeweilige Behältnis abgelegt.
Aus den ermittelten Zeiten kann man ein eventuell vorhandenes Einsparpotential erkennen.
Die Handlingzeit an einem manuellen Prüfplatz (Testsystem mit Adaptionsvorrichtung) liegt meist zwischen 5 und 8 Sekunden. Diese Zeit lässt sich durch einen Tandemadapter komplett einsparen, vorausgesetzt, die reine Prüfzeit ist länger als die Handlingzeit.


Tandembox (T-Box) bzw. Wechseladaption
Beim Tandemboxkonzept befinden sich zwei identische manuelle Prüfadapter für den Incircuit- und Funktionstest an einem Testsystem, so dass auf einem Adapter im kontaktierten Zustand z. B. ein Incircuit-Funktionstest durchgeführt wird, während beim zweiten Adapter ein neuer Prüfling eingelegt wird. Ist der Test beendet und bereits ein neuer Prüfling eingelegt, wird ohne Unterbrechung umgeschaltet und automatisch weiter getestet. Bei REINHARDT-Testsystemen ist die Tandemtestfunktion standardmäßig in der Software enthalten.

Mit der REINHARDT-Tandembox ist für ein Testsystem (z. B. das ATS-UKMFT 627) eine einmalige Investition von ca. 1.000 € netto nötig, zusätzlich für einen Prüfadapter Typ 127 (ca. 1.100 € netto) und Duplizierung der Basis/Start-Adaption 500 bis 800€ netto. Der Adapter Typ 127 ist mit einem Wechselplattensystem ausgestattet, so dass künftige Adaptionen noch preiswerter werden.

Sie können diese Pressemitteilung laden unter presse_tandembox.pdf.


MWS 88-2 - Neue Umweltmessstation



Die neue Umweltmessstation MWS 88-2 misst präzise Temperatur, Taupunkt, Luftfeuchte, Luftdruck, Windrichtung und Windgeschwindigkeit, Windspitze, Windchill und Winddurchschnitt. Sie basiert auf fast 40 Jahren Erfahrung in Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Umweltmessgeräten. Durch ihre kompakte Konstruktion ist die MWS 88-2 hervorragend für den portablen Einsatz geeignet. Ein Mix aus Edelstahl und eloxiertem Aluminium verhindert Defekte bei einem kleinen Sturz. Besonderes Augenmerk wurde auf eine schnelle und einfache Inbetriebnahme und einen wartungsarmen Betrieb gelegt. Die Mechanik des Anemometers wurde verstärkt, damit auch bei Extremwettersituationen der sichere Betrieb gewährleistet ist.

Bei vielen unserer Umweltmessstationen wird ein regelmäßiger Nachweis über eine DAkks-Kalibrierung durch ein akkreditiertes Prüflabor gefordert. Aus diesem Grund wurde in das Gehäuse ein Druckstutzen integriert, der es erlaubt, eine Druckkalibrierung durch einfaches Anstecken eines Schlauches durchzuführen, ohne das Gehäuse zu öffnen. Das senkt die Kalibrierkosten, da keine Druckkammer benötigt wird.

Die MWS 88-2 hat einen großen Datenlogger mit 8 GB Speicherkapazität, was bei einem Speicherintervall von 10 s über 15 Jahre reicht.


Die MWS 88-2 ist mit vielen Optionen lieferbar, wie z. B. einer Beheizung für den Winterbetrieb, zusätzlichen Schnittstellen (USB intern oder extern, RS422/485, TCP/IP mit PoE, zwei externen Konvertern, einmal mit WLAN- und einmal mit TCP/IP-Anbindung) sowie digitalen Anzeigegeräten und diversen Zusatzsensoren . Bei Betrieb mit TCP/IP per PoE erübrigt sich der Einsatz eines Netzteils, da hier die Spannungsversorgung über den (PoE-fähigen) Switch oder Router erfolgt. Mit dieser Option lassen sich die Messwerte auch über eine integrierte, vom Anwender frei modifizierbare WEB-Seite im Browser darstellen. Ebenso ist das Herunterladen der im Datenlogger gespeicherten Daten per FTP auch ohne die mitgelieferte Auswertsoftware (Wetter32) möglich. Die MWS 88-2 verfügt über 5 analoge Zusatzeingänge (0..4.095VDC), einen Zählereingang sowie einen seriellen Eingang zum Anschluss eines GPS-Empfängers oder eines weiteren Reinhardt-Sensors mit serieller RS232-Schnittstelle.

Die MWS 88-2 hat „Alarmausgänge“, die bei Über- oder Unterschreitung von Parametern einen Schaltkontakt und eine Schaltspannung von 5 VDC bereitstellen. Dabei lassen sich die Messwerte von bis zu 3 Sensoren miteinander logisch verknüpfen, was vielfältige Steuerungen erlaubt (Gebäudesteuerungen, Heizungssteuerung, Entfeuchtung, Gewächshaussteuerungen, Windwarnungen, Frostwarnungen, etc.).

Die MWS 88-2 bietet außerdem die Möglichkeit, bis zu 16 zusätzliche Wetterstationen bzw. Sensoren anzuschließen. Damit kann man über 20 Messparameter redundant über eine Schnittstelle ausgeben. Mit der im Lieferumfang enthaltenen Software kann z. B. der Luftdruck von 2 Sensoren verglichen werden und wenn die Differenz bei Defekt oder plötzlichem Druckabfall einen Schwellwert überschreitet, eine Aktion ausgeführt werden.

Einsatzgebiete sind u. a. Umweltmesstechnik, Automobil- und Reifenhersteller, Vibroakustik, Energieversorgung, Luftfahrt, Agrarbereich, Petrochemie, Gebäudeleittechnik, Forschung, Touristik…

Technische Daten:
Durchmesser: 145 mm
Höhe: 330 mm
Spannungsversorgung: 4-28 V DC

Sie können diese Pressemitteilung laden unter presse_MWS88_2.pdf.


Umweltsensoren der Serie 55



Seit über 30 Jahren entwickelt und produziert die Firma REINHARDT Wetterstationen und Umweltsensoren für Anwendungen in Bereichen wie Automotiv, Emissionsmessung (in Verbindung mit Akustikauswertungen), Abfallentsorgung, Tourismus, Flugplätze, Energieversorgung, Forschung usw. Die Umweltsensoren der Serie 55 bilden die jüngste Produktlinie. Sie sind komplett neu designed und mit modernster Technologie ausgestattet, mit besonderem Augenmerk auf eine noch bessere Auflösung aller Sensoren, die gewohnt hohe Messgenauigkeit, eine einfache Inbetriebnahme und einen sicheren, ausfallfreien Betrieb. Sie messen Temperatur, Luftfeuchte, Taupunkt, Windchill, Luftdruck und barometrischen Luftdruck, Windgeschwindigkeit mit Spitzen und Mittelwert sowie Windrichtung mit vorherrschender Windrichtung.

Für externe Sensoren stehen bis zu 5 analoge Zusatzeingänge (0–4.095 VDC) zur Verfügung. An der 2. seriellen Schnittstelle kann z. B. ein Sensor mit serieller ASCII-Schnittstelle, ein GPS-Empfänger oder auch ein weiterer Reinhardt-Sensor mit serieller RS232-Schnittstelle angeschlossen werden. Die Sensoren lassen sich über die Schnittstelle mit der aktuellsten Firmware aufrüsten.

Neben der standardmäßigen RS232-Schnittstelle (300 bit/s bis 115200 bit/s) stehen jetzt optional RS422-/RS485-, USB und Ethernet mit PoE-Schnittstellen, ein WLAN-Modul mit 2 Kanälen sowie ein externer TCP/IP-Konverter zur Verfügung.

Der komplett überarbeitete Datenlogger fasst jetzt bis zu 8 GB Daten. Bei einem Speicherintervall von 10 Sekunden (Minimum 1 Sekunde) sind das Daten von mehr als 15 Jahren. Auf der internen SD-Karte ist eine einfache WEB-Seite gespeichert, die mit der PoE-Option über jeden Browser abgerufen werden kann. Ein FTP-Zugang ermöglicht so das Herunterladen der Wetterdaten auch ohne die mitgelieferte Wettersoftware sowie das Anpassen der WEB-Seite an eigene Vorgaben.
Bei der Option PoE genügt das Anschließen an einen PoE-fähigen Router oder Switch, der die Wetterstation mit Spannung versorgt. Die Wetterstation ist dann mit ihrer IP-Adresse im vorhandenen Netzwerk eingebunden und erlaubt den gleichzeitigen Zugriff mehrerer Clients (max. 15).

Optional lassen sich die Sensoren der Serie 55 mit „Alarmausgängen“ ausrüsten, die bei Über- oder Unterschreitung von Messwerten einen Schaltkontakt und eine Schaltspannung von 5 VDC bereitstellen. Dabei lassen sich die Messwerte von bis zu 3 Sensoren miteinander logisch verknüpfen, was vielfältige Steuerungen erlaubt (Gebäudesteuerungen, Heizungssteuerung, Entfeuchtung, Gewächshaussteuerungen, Windwarnungen, Frostwarnungen, etc.).

Sie können diese Pressemitteilung laden unter presse_sensoren55.pdf.


ATS-SMFT 780 Neues Incircuit- und Funktionstestsystem



Das ATS-SMFT 780, das neueste Incircuit- und Funktionstestsystem der Firma REINHARDT, ist der Nachfolger des ATS-SMFT 680. Das ATS-SMFT 780 basiert auf dem 2016 vorgestellten ATS-MFT 770, ist aber bereits im Grundausbau in 2 Kartenträgern (je 19 ", 3 HE) mit reichlichen Modulen bestückt. In den 19"-Schrank ist eine Arbeitsplatte integriert, auf der die Adaptionsvorrichtung, standardmäßig Adapter Typ 62L, angedockt werden kann. In diesem Schrank befindet sich in der Grundausstattung auch der Steuerrechner. Für eventuelle Erweiterungen z. B mit Leistungselektronik wie die REINHARDT-Powermodule POMO80/1/2 (programmierbare DC-Quelle 0-80 V, 0-14 A, zwei potentialfreie Lasten von max. 0-30 A) stehen insgesamt 22 HE zur Verfügung.
Herz des Testsystems ist die sehr umfangreiche Software zur schnellen Testprogrammerstellung mit ihrer intuitiven Bedienung. Zur Grundausstattung gehört das CAD-Daten Importtool RUDC, das die Zeit für die Incircuittestprogrammerstellung auf ein Minimum reduziert. Die bauteilgenaue grafische Fehlerortdarstellung ist selbstverständlich, ebenso sind das automatische Programmgeneratoren (APG) für Incircuit- und Funktionstest. Zur Grundausstattung gehört neben dem Flashen von ICs auch der Referenztest und das Adaptionsmanagement. Ebenfalls Standard ist die Statistiksoftware mit der Möglichkeit, Testergebnisse aufzuzeichnen, Prüflingsdaten statistisch auszuwerten mit Gaußscher Verteilung, Prozessfähigkeit nach Cp, Cpk und vielem mehr. Das sehr komfortable neue REINHARDT User Management (RUM-B) Modul sorgt dafür, dass die Benutzer des Testsystems ausschließlich die Arbeiten erledigen können, die sie machen sollen bzw. dürfen.
Der Grundausbau umfasst ein Incircuit- und Funktionsmesssystem mit über 80 Messarten, darunter Kontaktierungstest, Kurzschluss- und Unterbrechungstest, Lötfehlertest, Bauteiltest, Spitzenspannungsmessung, Zeit- und Frequenzmessung, Laufzeiten, Ereigniszählung, Frequenzmessung usw., einen Transientenrecorder 50 MHz, erweiterbar bis 4 Kanäle, sechs unabhängig programmierbare DC-Netzgeräte, 16 Bit, in Spannung und Strom programmierbar, 0-38 V, max. 2 A (max. 36 Stück), 1 potentialfreie DC-Last 60 V, 5,1 A (max. 5 Lasten), 480 Incircuit- und 480 Funktionstestmesskanäle (max. 2880/4320), 8 Hochspannungsmesskanäle 420 V, 48 Stimulierungskanäle, und 16 Powermatrixkanäle, 100 VDC, max. 10 A, 70 VACeff. Die Messmatrixkanäle und bidirektionalen Logikkanäle können auch hybrid (analog und digital) verwendet werden. Das ATS-SMFT 780 bietet standardmäßig diverse Schnittstellen (USB-, SPI-, I2C-Bus, RS232-, RS422/485) und einen Pulsgenerator (PWM).
Das Testsystem ist vorbereitet für die REINHARDT-Module für den Hochspannungstest bis 1500 VDC, 6 A, 300 W, AC max. 1000 V, 6 A, max. 2500 W und Module mit DC-Schaltstrom bis 160 A. Das ATS-SMFT 780 ist u. a. für die 48V-Technologie im Automotivebereich einsetzbar.
Für den Paralleltest für höheren Testdurchsatz kann das ATS-SMFT 780 optional mit dem REINHARDT-Synchro Test RST 40 erweitert werden.

Sie können diese Pressemitteilung laden unter presse_smft780.pdf.


RUM REINHARDT User Management



Die sehr komfortable neue REINHARDT Testsystem-Anwender-Verwaltung sorgt dafür, dass die Benutzer des Testsystems ausschließlich die Arbeiten erledigen können, die sie machen sollen bzw. dürfen.

Es war schon immer die Philosophie der Firma REINHARDT, eine Incircuit- und Funktionstestsystem-Software zu entwickeln, die es einem Elektroniker mit Reparaturerfahrung ermöglicht, ein Prüfprogramm zu erstellen und keine Programmiersprachen voraussetzt. Das hat aber den Nachteil, dass das Prüfprogramm auch von unbedarften Anwendern leicht geändert werden kann. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Prüfer/Bediener bemerkt, dass bei einem bestimmten Testschritt der Messwert immer wieder knapp neben einer Messwertgrenze liegt (z. B. Untergrenze eines Widerstandswerts) und dass, wenn er zur Abhilfe direkt im Editierformular den unteren Grenzwert ändert, mit einer geringfügig niedrigeren Untergrenze sofort alle folgenden Prüflinge „OK“ sind.

Bereits sehr schnell nach der Vorstellung der ersten REINHARDT-Testsysteme im Jahr 1979 mussten Maßnahmen ergriffen werden, um ein unerlaubtes bewußtes oder auch unbewußtes Ändern/Manipulieren von Prüfprogrammen zu unterbinden. In den 80er und 90er Jahren hat ein Schlüsselschalter das Ändern/Editieren von Prüfprogrammen durch Unbefugte verhindert. Nur wer den Schlüssel hatte, konnte das Prüfprogramm ändern und abspeichern.

Mit Einzug von Windows NT/2000 zog auf Windows-Ebene eine Benutzerverwaltung ein, die zumindest bis zur Dateiebene reichte.

Die neue RUM Anwender-Verwaltung ist auf die Anforderungen an REINHARDT-Testsysteme zugeschnitten. Es können sehr viele Anwender angelegt werden mit Vorname, Name und auch der Anwendungsidentität. Beim Anlegen der Anwender müssen natürlich eindeutige Kennworte eingegeben werden. Danach können verschiedenste Gruppen angelegt werden, wie Entwickler, Tester, Servicepersonal usw. mit einer kurzen Beschreibung. Hier kann man angeben, welche Berechtigung er hat. So darf ein Entwickler z. B.ein Testprogramm laden und ausführen, Testsystemeinstellungen ändern , die Anwenderverwaltung darf er aber nicht ausführen, das darf z. B. nur der Administrator. Es ist ihm auch erlaubt, ein Prüfprogramm zu erstellen oder nachträglich zu ändern u.v.m. Der Tester hat in den meisten Fällen nur die Berechtigung, den Testablauf zu starten und evtl. zu beenden.

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AAE-CNC 500 Erstellungscenter für Nadelbettadapter



Vor allem für den Incircuittest müssen elektronische Baugruppen über ein Nadelbett mit gefederten Kontaktstiften wirtschaftlich kontaktiert werden. Die Firma REINHARDT hat für ihre Testsystemkunden ein Konzept und ein Gerät entwickelt, mit dem ein Praktiker innerhalb eines halben Tages solch ein Nadelbett/Schublade mit gefederten Kontaktstiften erstellen kann. Die jüngste Generation des REINHARDT-Adaptererstellungscenters AAE-CNC 500 baut auf den Erfahrungen des Adaptererstellungscenters AAE-CNC 2 auf (Verfahrweg 395 x 300 mm), das seit 2009 auf dem Markt erhältlich ist. Mit 530 x 500 mm hat es aber einen größeren Verfahrweg, so dass auch die neueste Generation von REINHARDT-Adaptionen (Adapterserie 82 mit den Außenabmessungen der Wechselplatte von 500 x 400 mm) davon abgedeckt wird.

Die Erfolgsstory des Vorgängers basiert darauf, dass die Konstruktion und Adaptionserstellung von Praktikern erstellt werden kann ohne Programmier- und spezielle Mechanikkenntnisse. Anhand der Gerberdaten kann innerhalb einer halben Stunde eine Adaption bzw. ein Programm generiert werden, mit dem die Bohrungen für die gefederten Kontaktstifte, die Zentrier-/Fangstifte und auch Ausfräsungen für zu hohe Bauteile erstellt werden. Die Aufnahme für alle vier gängigen Schubladen/Wechselplatten ist im Adaptererstellungscenter AAE-CNC 500 bereits vorhanden. Ein Wizard führt den Anwender von Punkt zu Punkt. Nach Auswahl der verwendeten Schublade/Wechselplatte wird zugewiesen, wo ein Kontaktstift mit 100 mil, 75 mil oder 50 mil verwendet wird. Das Bohrcenter AAE-CNC 500 ermöglicht auch das Tiefersetzen der gefederten Kontaktstifte mit Hülsen und gleicht so den Unterschied zwischen Kontaktierungshöhen von z. B. THT-Technologie aus. Im nächsten Schritt werden mit dem passenden Bohrer die Bohrungen für die jeweiligen gefederten Kontaktstifte ausgeführt und anschließend die 100 mil- und 75 mil-Kontaktstifte vollautomatisch aus einem Magazin entnommen und in die Schublade/Wechselplatte eingepresst. Das dreigeteilte Magazin hat zwei Unterteilungen für 100 mil-Kontaktstifte mit verschiedenen Kopfformen und eine für 75 mil. Für die REINHARDT-Fangstifte (Flachbaugruppenzentrierung) der verschiedenen Größen ist standardmäßig ein Eindrückwerkzeug vorhanden.

Mit diesem Adaptererstellungscenter erstellen Sie in Verbindung mit einem REINHARDT-Testsystem einen Nadelbettadapter innerhalb eines halben Tages – Konstruktion, Erstellung und ICT-Verdrahtung inbegriffen.

Technische Daten:
ca. 198 cm hoch, 121 cm breit, 95 cm tief, Gewicht ca. 170 kg
Druckluft: 60 bar, 50 l /min

Sie können diese Pressemitteilung laden unter presse_aae-cnc500.pdf.


Neuer manueller Prüfadapter Typ 82B



Der neue manuelle Flachbaugruppenadapter Typ 82B zum Kontaktieren von bestückten Platinen für den Funktionstest und den Incircuittest schließt mit seiner Nutzfläche von 480 x 320 mm (15,36 dm2) die Lücke zwischen den REINHARDT-Adaptern Typ 52 (Nutzfläche 670 x 462 mm) und Typ 42 (Nutzfläche 360 x 230 cm). Dieser Adapter zeichnet sich durch viel freien Innenraum aus, z.B. für evtl. Programmer, und ein Konzept, diesen mit möglichst kurzen Wegen anzubinden. Für den Adapter Typ 82B gibt es für die Anbindung der Testsysteme verschiedene REINHARDT-Testsystemschnittstellen mit schwimmend gelagerten VG-Steckern DIN 41612.

Die robuste Andrückmechanik basiert auf dem Kniehebelprinzip und erfordert auch bei einer hohen Anzahl an gefederten Kontaktstiften (bis zu 1000) nur geringe Bedienkräfte. Die großzügig dimensionierte 4-Säulenführung garantiert eine hohe Präzision und exakten Parallellauf und ermöglicht so auch die beidseitige Kontaktierung mit gefederten Kontaktstiften. Das komplette Oberteil des Prüfadapters kann in der Editierphase des Prüfprogrammes im kontaktierten Zustand geöffnet werden, so dass von unten z.B. mit Hilfe eines Digitalmultimeters oder eines Oszilloskops gemessen werden kann.

Durch das ausgeklügelte Wechselsystem mit einer Basisplatte, auf der sich die gefederten Kontaktstifte, Platinenführung und Verdrahtung für die elektronische Flachbaugruppe befinden, entstehen sehr niedrige Wiederholkosten für neue Projekte, aber auch die Rüstzeit beträgt nur ca. 1 Minute. Eine ebenfalls austauschbare Niederhalterkassette mit 36 justierbaren Niederhaltern drückt die Flachbaugruppe auf die gefederten Kontaktstifte.

Für den Betrieb mit personengefährdenden Spannungen ist ein Berührungsschutz mit Sicherheitsschalter und eine elektrische Sicherheitsverriegelung gegen ungewolltes Öffnen lieferbar.

Für den Prüfadapter Typ 82 B steht ein großes Spektrum von Zubehör zur Verfügung, das auf diesen Typ abgestimmt ist, wie z. B. Präzisionszentrierstifte.

Außenabmessungen: a. 650 mm breit, ca. 640 mm tief, ca. 320 mm hoch
Gewicht: ca. 26 kg

Sie können diese Pressemitteilung laden unter presse_Typ82B.pdf.


UJ 20 Kontaktierungskonzept 
für Entwicklung und Prüffeld in der Elektronik



Die Firma REINHARDT System- und Messelectronic GmbH entwickelt und produziert automatische Incircuit- und Funktionstestsysteme, die bei den Kunden in der Elektronikentwicklung zunehmend auch entwicklungsbegleitend eingesetzt werden. In der Elektronikentwicklung ist man immer wieder damit konfrontiert, dass für manche Aufgaben wie das Stimulieren (z. B. Spannungsversorgung), Messen, Programmieren oder Flashen zwei Hände nicht ausreichen. Man könnte in solchen Fällen an manche Stellen einen Draht anlöten und mit einem Clip arbeiten. Das ist aber, gerade wenn man das mit 2 oder 3 Prototypen macht oder wenn Langzeit- oder Stabilitätsmessungen durchgeführt werden, doch aufwendig. Für diesen Zweck haben wir den universell justierbaren Adapter UJ 20 entwickelt, eine Kontaktierungsvorrichtung, in der die elektronische Flachbaugruppe zentriert und über justierbare, gefederte Kontaktstifte (Probes) kontaktiert wird, die von unten und oben aufgesetzt werden können. So kann wiederholt eine Kontaktierung der elektronischen Flachbaugruppe (Platine) durchgeführt werden und auch kleinste Serien sind möglich. Dieser Adapter ist für bis zu 30 gefederte Kontaktstifte ausgelegt. Die maximale Flachbaugruppengröße beträgt aktuell 270 x 120 mm.


Zunächst muss die Baugruppe/Platine in einer definierten, reproduzierbaren Position eingelegt werden. Dabei helfen frei justierbare Baugruppenhalter und Zentrierungen wie Führungsecken, Führungskanten für die Außenkontur der Platine und auch Führungsstifte für Platinenbohrungen. Wenn die Baugruppe exakt positioniert ist, können die gefederten Kontaktstifte, die an Armen befestigt sind, von oben und unten mit einer Rändelschraube fixiert werden. So kann eine elektrische Verbindung zum Prüfling hergestellt werden. Alle gefederten Kontaktstifte haben auf dem gegenüberliegenden Ende standardmäßig ein Vierkant für Wrapping oder für das Aufsetzen von Steckern in einer Größe von 0,63 x 0,63 mm. Diese Kabel werden dann mit einem Sub-D-Stecker angeschlossen, der dann als Übergabeschnittstelle zum Testequipment dient.


Die 8 mm breiten Halterungen der Probes sind in 85 und 120 mm Länge lieferbar. Ein Isolator hält den Kontaktstift mit Hülse, damit man einen Kontaktstift bei Ausfall oder bei Typwechsel mit einer anderen Kopfform schnellst möglich wechseln kann. Verschiedene Kopfformen sind mit 50 oder 100 mil Abstand zu jeweils 6 Stück nebeneinander angeordnet.

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ATS-MFT 770 – neues Multifunktionstestsystem für elektronische Baugruppen



Bei der Entwicklung des ATS-MFT 770 floss die Erfahrung von über 3000 ATS-Installationen in 40 Jahren und vielen Tausenden von Test-Lösungen ein: Dieses Testsystem bildet die Basis für die Forderungen in der Industrie nach höherer Prüfschärfe, Geschwindigkeit, Spannung, höherem Strom, Traceability, Qualitätsmanagement und einfacher Integration in ein Produktionsleitsystem. Herz dieses Testsystems ist die sehr umfangreiche Software zur schnellen Testprogrammerstellung mit ihrer intuitiven Bedienung. Zur Grundausstattung gehört das CAD-Daten Importtool, das die Incircuittestprogrammerstellungszeit auf ein Minimum reduziert. Die bauteilgenaue grafische Fehlerortdarstellung ist selbstverständlich wie auch automatische Programmgeneratoren (APG) für Incircuit- und Funktionstest. Zur Grundausstattung gehört neben dem Flashen von Mikroprozessoren, EPLD oder CPLD auch der Referenztest und das Adaptionsmanagement. Ebenfalls Standard ist die Statistiksoftware mit der Möglichkeit, Testergebnisse aufzuzeichnen, Prüflingsdaten statistisch auszuwerten mit Gauß‘scher Verteilung, Prozessfähigkeit nach Cp, Cpk und vielem mehr.


Der Grundausbau umfasst ein Incircuit- und Funktionsmesssystem mit über 80 Messarten, 6 unabhängige programmierbare DC-Netzgeräte, 16 Bit, in Spannung und Strom programmierbar, 0-38 V, max. 2 A (max. 36 Stück), 1 potentialfreie DC-Last 60 V, 5,1 A (max. 5 Lasten), 192 Incircuit- und Funktionstestkanäle (max. 1440/4320), 96 bidirektionale Logikkanäle (max. 288) und 48 Stimulierungskanäle, (max. 576 Relaismatrixkanäle, auch mit Multiplexfunktion). Die Messmatrixkanäle und bidirektionalen Logikkanäle können auch hybrid (Analog und Digital) verwendet werden. Das ATS-MFT 770 bietet standardmäßig diverse Schnittstellen (USB-, SPI-, I2C-Bus, RS232-, RS422/485) und einen Pulsgenerator (PWM).


Das Testsystem ist vorbereitet für die REINHARDT-Module für den Hochspannungstest bis 1500 VDC, 6 A, 300 W, AC max. 1000 V, 6 A, max. 2500 W und Module mit DC-Schaltstrom bis 160 A. Das ATS-MFT 770 ist u. a. für die 48V-Technologie im Automotivebereich einsetzbar und kann mit den optionalen REINHARDT-Powermodulen erweitert werden.


Das ATS-MFT 770 kann optional für den Paralleltest für höheren Testdurchsatz erweitert werden mit dem REINHARDT-Synchro Test RST 40.


Sie können diese Pressemitteilung laden unter presse_mft770.pdf.



RST 40 REINHARDT-Synchro-Test



Es kommt immer wieder vor, dass der Testplatz im Elektronikprüffeld der Flaschenhals in der Produktion ist. Das beruht teils auf immer umfangreicher werdenden Tests, aber auch darauf, dass auf den Prüfplatz mit dem Nadelbett neben dem standardmäßigen Incircuit- und Funktionstest immer mehr Aufgaben zukommen, wie z. B. Flashen von ICs, Abgleichen oder Kennzeichnen. Die eigentlich stetig steigende Testsystemgeschwindigkeit kann das aber nicht abfangen. Deshalb wird ein paralleler Dreifach- oder Vierfachtest durchgeführt, genauso wie auch ein gemischter Test mit dem Incircuittest an einem Platz und dem Funktionstest am zweiten Platz u.a.m. Mit dem so genannten Projektnutzen, z. B. mit 3 verschiedenen Baugruppen, können verschiedene Typen von elektronischen Baugruppen gleichzeitig getestet werden. Mit dem REINHARDT-Testsystem war das schon seit langem möglich, wenn auch nicht so komfortabel programmierbar wie bei REINHARDT gewohnt.



Mit dem so genannten Projektnutzen, z. B. mit 3 verschiedenen Baugruppen, können verschiedene Typen von elektronischen Baugruppen gleichzeitig getestet werden. Mit dem REINHARDT-Testsystem war das schon seit langem möglich, wenn auch nicht so komfortabel programmierbar wie bei REINHARDT gewohnt.



Aus diesem Grund wurde das REINHARDT-Synchrotestmodul RST 40 entwickelt, das es auch jemandem erlaubt, der nicht tief vertraut mit der Netzwerkprogrammierung z. B. mit C++ oder Visual Basic ist, die REINHARDT-Testsysteme in einem Netzwerk zu integrieren. Mit 4 Systemen ist so eine Prüfzeitersparnis von 400 % möglich.




Mit diesem Softwaremodul ist auch eine Fernprogrammierung, -diagnose und -steuerung über das Netzwerk möglich, so dass von einem beliebigen Ort aus ein oder mehrere Testsysteme gesteuert, überwacht oder auch geprüft werden können.




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Neue Umweltmessstation



Die neue Wetterstation MWS 10 basiert auf den langjährigen Erfahrungen in Entwicklung und Produktion. Sie besitzt ein robustes Gehäuse aus Edelstahl und eine komplett neu entwickelte Elektronik und Sensorik der jüngsten Generation:


Sie misst Temperatur mit einer Auflösung von 0,025 °C mit einer maximalen Toleranz von 0,3 °C, Luftfeuchte, absoluten Luftdruck im Bereich von 300–1200 hPa mit einer Auflösung von 0,02 hPa, Taupunkt, Globalstrahlung von 0–1500 W/m2, Regenmenge, Windrichtung über einen Magnetfeldencoder mit einer Auflösung von 0,1 ° (0–360 °), Windgeschwindigkeit bis 200 km/h, Windspitze und Winddurchschnitt und Windchill.



Die Sensoren für die Luftdruckmessung durchlaufen eine aufwendige Voralterung, das gewährt eine sehr hohe Langzeitstabilität. Bei der Luftfeuchtemessung wird über einen integrierten Lüfter zwangsbelüftet. Gegenüber anderen Messaufbauten reduziert das die Gefahr des Betauens dieses Sensorelements erheblich. Auch der Temperatursensor ist zwangsbelüftet. Der Lüfter kann durch Auswerten verschiedener Parameter angesteuert werden. Bei der neuen Produktfamilie lässt sich die Heizung für den Ganzjahresbetrieb der Wetterstation parameterabhängig in zwei Leistungsstufen ansteuern: Wenn die Temperatur z. B. eine gewisse Schwelle unterschreitet und der Wind eine bestimmte Geschwindigkeit überschreitet, kann auf eine höhere Heizleistung geschaltet werden, selbstverständlich mit Hysteresen und Nachlaufzeiten. 

Alle Sensoren sind kalibrierfähig bis zu max. 6 Punkte.

Die jüngste Generation der MWS-Wetterstationen bietet die Möglichkeit, zwei oder mehr Wetterstationen redundant zu betreiben und die Daten auf der Master-MWS 10 zu speichern und in einem gemeinsamen Datenstring auszugeben. Auch die Ausgabe der Differenz in diesem Datenstring ist möglich.

 

Die MWS 10 kann auch als autarke Umweltalarmierungs- und Schaltzentrale eingesetzt werden. Dafür stehen standardmäßig Schalt- und Steuerungsausgänge zur Verfügung. Die MWS 10 kann die Messwerte von bis zu 5 verschiedenen Parametern (auch von extern zugeführten Messdaten) verknüpfen. So kann z. B. wenn der Wind aus Süden kommt und eine Geschwindigkeit von 50 km/h in einem bestimmten Zeitfenster überschreitet, über die komfortable Software ein Schaltkontakt aktiviert werden, der z. B. ein Signalhorn betätigt und vor Gefahren warnt. 


Eine optional herausgeführte USB-Schnittstelle verhält sich wie ein USB-Stick, so dass man die gespeicherten Daten sehr schnell auslesen kann. Es besteht auch die Möglichkeit, eine Webseite auf die interne SD-Karte aufzuspielen. Die Wetterstation kann über ein Web-Interface konfiguriert werden.


Wie gewohnt hat die Firma REINHARDT bei der Entwicklung der neuen Familie von Wetterstationen auf die Auswahl von hochwertigen Materialien geachtet, aber durch den engen Kundenkontakt der Entwicklung und Marktanalysen fließen ständig neue Erfahrungen ein.


Abmessungen: 215 mm hoch, 240 mm Durchmesser

Gewicht inkl. Netzteil: 2,9 kg


Sie können diese Pressemitteilung laden unter presse_mws10.pdf.


40 Jahre REINHARDT System- und Messelectronic GmbH



40 Jahre REINHARDT System- und Messelectronic GmbH



Am 2. Juli 1976 hat Peter Reinhardt die Firma REINHARDT System- und Messelectronic gegründet, mit wenig Geld, aber umso mehr Willen und Engagement. Basis war seine Erfahrung als Testsystementwickler, im Vertrieb von Testsystemen für elektronische Flachbaugruppen und der gute Kontakt zu den damaligen Kunden. Die Vertriebsprodukte aus dem Testsystem- und Laborbereich wurden bald durch selbst entwickelte Handmessgeräte für Temperatur-, Feuchte-, Taupunkt- und Luftdruckmessung ergänzt. 1979 kam der erste Funktionstester mit Oberflächenprogrammierung und Commodore-Rechnertechnologie. 


Mittlerweile sind wir der Hersteller in Deutschland, der am längsten Incircuit- und Funktionstestsysteme entwickelt und herstellt und haben bis heute eine absolut kontinuierliche Marktentwicklung erlebt. Als Marktführer für Incircuit- und Funktionstestsysteme in Deutschland, der Schweiz und in Österreich haben unsere Testsysteme den Beweis hoher Zuverlässigkeit, Komforts und Preiswürdigkeit erbracht. Unser Konzept von Incircuit- und Funktionstestsystem und Adaptionen ist jetzt seit 40 Jahren lieferbar und auch noch heute kann durch Schulungen, Kalibrationen und Verfügbarkeit ein langes Leben garantiert werden. In den 40 Jahren wurden verschiedene Modelle an Testsystemen entwickelt und kontinuierlich auf die heutigen Technologien ausgerichtet, ob das optische Anzeigen für Siebensegment- oder Maskenprogrammierung, Matrixauswertungen für diverse Anzeigen oder farbliche LED-Anzeigenauswertung waren oder Boundary Scan aus eigenem Hause, Programmiermöglichkeiten von Mikroprozessoren wie auch analogen und digitalen Tests. Die Übergabe unserer Messwerte an Datenbanken über den Universal-Daten-Converter hat vielen Firmen die Möglichkeit gegeben, unsere Testsysteme nicht nur als Einzeltestsysteme, sondern auch als Inlinetestsysteme zu verwenden.


Neben den Testsystemen haben wir bereits ab 1984 Wetterstationen entwickelt. REINHARDT-Wetterstationen haben den Vorteil, dass sie schon immer digitale Daten ausgeben, die Linearisierung und Digitalisierung der Messwerte innerhalb der Wetterstation erzeugen und diese dann im ASCII-Format über diverse Schnittstellen wie RS232, RS485, RS422, USB, TCP/IP (PoE), GSM oder WLAN ausgeben. Damit sind unsere Wetterstationen für die verschiedensten Aufgaben gerüstet. Eine Zusatzsoftware für die grafische Darstellung der Schadstoffverbreitung bei Lecks in Abhängigkeit von den Windparametern ist ebenfalls lieferbar, um die Gefahrenentwicklung aufzuzeigen. Die optische und akustische Warnung in Abhängigkeit von diversen Messwerten kann mit Hilfe der WSA Warnanzeige erfolgen, die individuell programmierbar ist.


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48 V-Technologie – Leistungselektronik und Funktionstest



Ende der 90er Jahre wurde von einigen Automobilherstellern eine höhere Bordspannung in 42 V-Technologie geplant, die jedoch scheiterte. Für die damals bereits laufenden Entwicklungen hatten wir eine Generation an Leistungselektronik entwickelt, mit DC-Quellen und elektronischen Lasten bis zu 1 kW, die diese Anforderungen erfüllten. Der jetzige Anlauf mit der 48 V-Technologie im Automotivebereich ist Erfolg versprechend, da die hohen elektrischen Leistungen, die gefordert werden, keinen Ausweg mehr zulassen. Man denke nur an Wankstabilisatoren, elektrische Klimaanlage, Bremsenergierückgewinnung wie auch elektrische Lader für den Verbrennungsmotor und vieles mehr. Darüberhinaus ermöglicht die höhere Spannung die Reduzierung der Leitungsquerschnitte, die Verkleinerung der Bauteile und so auch die Gewichtsreduzierung.

Der Funktionstest der REINHARDT-Testsysteme für Module und Flachbaugruppen wurde jetzt mit der Powermatrix PMX 16 erweitert. Dieses optionale Modul wurde für die Testsystemfamilie ATS-KMFT 670 entwickelt. Es hat 16 Kanäle und schaltet pro Kanal bis zu 1000 W bei einer max. Spannung von 100 V und 10 A Strom. Das Modul basiert auf Power-MOSFETs, ist bipolar und zeichnet sich durch niedrige Übergangswiderstände und schnelle Schaltzeiten aus. Für andere Prüfaufgaben kann es auch AC-Signale schalten. Bis zu 4 Stück dieses Moduls können in das Testsystem eingesetzt werden. Die Powermatrix PMX16 ergänzt so die bereits vorhandenen Module wie die Hochspannungsstimulierungsmatrix HSM670 (bis 1500 V, 5 A) oder die Leistungsmatrix LMX (max. 16 A, AC 425 Vpk, 300 Veff, DC 300 V).

Selbstverständlich unterstützt sowohl die Messtechnik wie auch die Oberflächenprogrammierung des ATS-KMFT 670 diese Powermatrixkarte. Auch bei dieser Baugruppe greifen die einzelnen REINHARDT-Module des inlinefähigen Testsystems perfekt in einander und Systemverantwortung und Kalibrierfähigkeit sind gegeben.

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Digital-Oszillograph/Transientenrecorder TRA670-2



Zum Aufzeichnen und Auswerten von Signalen gibt es auf dem Markt viele Module verschiedenster Hersteller. Die Eigenentwicklung von REINHARDT ist auf die Anforderungen an ein automatisches Testsystem ausgerichtet und ermöglicht einen sehr langen Service und Ersatz. Dabei greifen die einzelnen REINHARDT-Module des Testsystems perfekt in einander und Systemverantwortung und Kalibrierfähigkeit sind gegeben.

Bis zu 4 TRA670-Module lassen sich im Testsystem einsetzen und ermöglichen so im Prüffeld oder in der Produktionsstraße, sehr schnelle und komplexere Messaufgaben mit einer Samplerate bis zu 250 MHz zu realisieren. Solche mehrkanaligen Messungen sind erforderlich z. B. bei Schrittmotorensteuerung, Ultraschallelektronik, Wechselrichtern und Motorensteuerungen, selbst in der Videotechnik mit ihren RGB-Signalen und evtl. Triggern. Der potenzialfreie TRA670 hat 8 Hochfrequenzeingangskanäle mit mehreren Triggeroptionen und eignet sich für analoge wie auch digitale Signale. Er hat eine Auflösung von 12 bit, max. 100 V und 50 MHz Bandbreite.


Mit Hilfe der komfortablen REINHARDT-Testsystemsoftware ATS-OS kann die Hüllkurvenfunktion z. B. von einem guten Prüfling automatisch in wenigen Sekunden erlernt, korrigiert und bearbeitet werden. Gemessen werden Signale von Sinusfrequenzen, Rechtecken, frei laufenden Kurvenformen, Klirrfaktor und Fourieranalyse, Frequenzen, Perioden, Anstiegszeiten, Abfallzeiten, Pulsbreiten, Spitzenspannung sowie Laufzeiten zwischen den Kanälen.

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Beidseitiger Prüfadapter für kleinste Baugruppen – geht nicht, gibt's nicht



Die Firma REINHARDT als Entwickler und Hersteller von Testsystemen und Prüfadaptern für elektronische Flachbaugruppen hat schon viele tausend Lösungen erstellt. Wie allgemein bekannt ist, ist ein Incircuittest mit anschließendem Funktionstest die sicherste Methode, Produktionsfehler zu lokalisieren. Dazu muss jeder Leiterbahnzug der Platine an irgendeiner Stelle mit einem gefederten Kontaktstift kontaktiert werden. In vielen Firmen und Entwicklungen wird das Leiterplattendesign auch vom Entwickler gemacht, der sehr oft andere Prioritäten setzt und für den die Prüfbarkeit der Platine eine niedrigere Priorität hat. Wenn dem Entwickler bewusst ist, dass jedes Netz einmal an irgendeiner Stelle kontaktiert werden muss und das bereits von Anfang bei der Entflechtung der Leiterplatte berücksichtigt wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass 100 % der Netze kontaktiert werden können.


Die jüngste Erfahrung war eine beidseitig bestückte Baugruppe aus der Sensorik mit den Abmessungen 19 x 30 mm. Auf der Baugruppe befinden sich ein Mikroprozessor, analoge ICs und Schnittstellen wie z. B. RS232, RS422, I2C und natürlich auch passive Bauteile wie Kondensatoren, Induktivitäten, Widerstände usw. Die Baugruppe mit hoher Packungsdichte hat 53 Leiterbahnzüge/Netze, die für einen Incircuittest kontaktiert werden müssen. Bei einer gemeinsamen Analyse des Layouts konnte trotz der ursprünglich hohen Skepsis des Entwicklers von den anfänglich nur 50 % auf annähernd 100 % Kontaktierfähigkeit geändert werden. Würde dieses Wissen von Anfang an beim Layouten der Platine beachtet, wären sicher 100 % möglich gewesen. Solche Erfahrungen machen wir sehr oft. Nachdem das Kontaktierungsproblem gelöst wurde, musste eine Adaption konstruiert werden. Als Basisadapter wurde Adapter Typ 127 mit einer Nutzfläche von 190 x 170 mm verwendet, der für eine beidseitige Kontaktierung über gefederte Kontaktstifte konzipiert ist.


Da bei diesem Prüfling kein Platz für Fangbohrungen zum Zentrieren der Baugruppe vorhanden war, musste eine Maske konstruiert werden mit den Außenkonturen der Baugruppe. Bei dieser Maske wird die Baugruppe an den Außenkonturen mit einer Genauigkeit von 0,1 mm zentriert und geführt. Dieses Projekt wurde auf einem REINHARDT-Adapter-Bohrcenter AAE-CNC 2 verwirklicht, das auch bei vielen Kunden im Einsatz ist. Als Testsystem wurde das ATS-UKMFT 627 gewählt, das über den Incircuittest sicherstellt, dass keine Lötfehler vorhanden sind und die Baugruppe korrekt bestückt ist, im Funktionstest wird der Mikroprozessor geflasht und die korrekte Funktion sichergestellt.  

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BEE-Modul zur Baugruppen-Entnahmeerkennung



Das REINHARDT-BEE Baugruppen-Entnahmeerkennungsmodul wurde entwickelt um zu erkennen, ob eine geprüfte oder ungeprüfte elektronische Flachbaugruppe aus der Prüfvorrichtung (Adaptionsvorrichtung mit Incircuit- und Funktionstestsystem) entnommen wurde. Dadurch vermeidet man, dass nicht-geprüfte Baugruppen versehentlich zu OK (Gut) Baugruppen abgelegt werden. Das kann passieren, wenn der Prüfer abgelenkt wurde und er eine ungeprüfte Platine der Prüfvorrichtung entnimmt.

Das BEE-Modul basiert auf einer Reflexlichtschranke und wird mit 5 VDC versorgt. Zum Auswerten hat es einen analogen und einen digitalen Open-Collector-Ausgang. Das BEE-Modul ist auf eine Default-Entfernung der Flachbaugruppe von 24 mm eingestellt. Dieser Wert ist einstellbar von 4 mm bis 26 mm und verschiedene Reflexionsgrade der Baugruppe. Ergänzend bietet sich für die optische Anzeige das DUT_LED-Modul von REINHARDT an, damit der Prüfer erkennen kann, ob die Baugruppe gut oder fehlerhaft ist.

Da beim Trennen von Mehrfachnutzen die einzelnen Platinen beschädigt werden können, wird in den Pflichtenheften oft das Prüfen nach dem Trennen vorgeschrieben. Um aber die Handlingzeit zu reduzieren, werden mehrere einzelne Baugruppen in die Prüfvorrichtung eingelegt und am Ende des Tests aller Baugruppen werden die defekten am Bildschirm angezeigt. Über das BEE-Modul erkennt das Testsystem, ob auch wirklich die defekten Baugruppen in den Behälter für die defekten eingelegt wurden.

Dieses Modul ist optimiert für REINHARDT-Testsysteme.

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Kompaktes, schnelles und präzises Incircuit-Funktionstestsystem



Zur Electronica 2014 stellt REINHARDT System- und Messelectronic GmbH das kompakte Incircuit- und Funktionstestsystem ATS-UKMFT 616 vor. Dieses Testsystem für elektronische Flachbaugruppen findet Produktionsfehler wie Lötkurzschlüsse, Bestückungsfehler oder defekte Bauteile und zeigt sie grafisch an. Es prüft die Funktion der Baugruppe und auch der Abgleich von Baugruppen und das Programmieren von ICs ist möglich.

Zur Grundausstattung gehören zwei programmierbare Komplementärnetzgeräte, ein programmierbarer Sinus-Rechteckgenerator, 32 Incircuit- und Funktionsmesskanäle, 32 bidirektionale Logikkanäle und 32 Stimulierungskanäle. Das Testsystem lässt sich mit max. 2 weiteren Modulen aus dem REINHARDT-Produktspektrum erweitern. Insgesamt sind maximal 224 Incircuit- und Funktionsmesskanäle möglich.

Das schnelle Messsystem des Testsystems umfasst den Incircuittest mit Kurzschluss- und Unterbrechung, Lötfehler und Bauteiltest und auch den Funktionstest mit Gleich-, Wechsel- und Spitzenspannung, Zeit- und Frequenz, Logikkanälen, Transientenrecorder (Oszillograph), Klirrfaktormessung und Fourieranalyse . Die Anbindung externer Quellen ist selbstverständlich möglich.

Zur schnellen Prüfprogrammerstellung stehen CAD-Schnittstellen, Wizards und viele praktische Tools zur Verfügung. Boundary Scan Test (RBS100) oder optischer Anzeigentest (Display) sind Optionen. Das Qualitätsmanagement übernimmt u. a. eine standardmäßige Statistik, die optionale ODBC-Schnittstelle ermöglicht das Einbinden von Datenbanken und auch eine Anbindung an ein MES-System ist möglich.

Das ATS-UKMFT 616 ist der Nachfolger des weit verbreiteten ATS-UKMFT 625 und ist rückwärts kompatibel. Bei REINHARDT kommen Hardware und Software aus eigener Entwicklung und Produktion, das garantiert langjährige Verfügbarkeit und raschen Service.

Für dieses Testsystem stehen zwei Adaptertypen zur Verfügung, Adapter Typ 127 mit einer Nutzfläche von 191,5 x 172 mm und Typ 147 mit einer Nutzfläche von 360 x 230 mm.

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Multifunktionstestsystem ATS-KMFT 670-6



Die Firma REINHARDT entwickelt und produziert seit 34 Jahren rechnergesteuerte Testsysteme für elektronische Flachbaugruppen, Module und Geräte. Das jüngste Testsystem wurde durch die Entwicklung neuer Hardware und Software vor allem bei Daten-intensiven Anwendungen drastisch beschleunigt, so dass die Tests jetzt bis zu 30 % schneller sind. Das zukunftsorientierte Testsystemkonzept ermöglicht auch den Einsatz von mehr Modulen: Während vorher 1.248 In-circuit- und Funktionstestkanäle im Grundgerät Platz fanden, sind es jetzt 1.440, mit Erweiterungsracks insgesamt 4.320 Kanäle. Das größte Aushängeschild des Testsystems ist die vielfach gelobte Prüf- und Editiersoftware, die auf über 120 Ingenieurjahren basiert. Sie ist schon im Grundgerät enthalten und beinhaltet alle in der Praxis notwendigen Funktionen.


Das Testsystem bietet alle Möglichkeiten für die Stimulierung und Versorgung des Prüflings, z. B. 4-Quadrantennetzgeräte, 0 bis ±38 V, 500 mA, Auflösung 1 mV bzw. 10 µA für den Incircuit- und Funktionstest. Das sehr schnelle analog-digitale Messsystem ADM 670 gehört ebenfalls zum Grundausbau.
Die neue standardmäßige Multifunktionskarte besitzt einen USB-Port bis 480 MHz. Ihre RS232/422/485-Schnittstelle kann zwischen 300 Hz und 1,25 MHz programmiert werden. Ein SPI-Bus ist von 2,5 kHz bis 10 MHz programmierbar mit Pegeln zwischen 1,8 V und 5 V. Zwei I2C-Bussysteme können zwischen 56 kHz und 1 MHz programmiert werden. Für die Inline-Integration und Steuerungsaufgaben steht ein 16 Bit breiter Bus zur Verfügung, der zwischen 1,8 V und 5 V einstellbar ist. Ein Pulsgenerator kann von 1,8 V bis 5 V bzw. von 0,6 Hz bis 10 MHz programmiert und die Pulsbreite zwischen 0,8 s und 50 ns eingestellt werden.
Optionen wie Boundary Scan-Test, LED, Farb- und Intensitätstest sowie Anzeigentest (LCD), Lötfehlertest für BGAs und Beam Lead ICs und der Polaritätstest für Aluminium-Elkos und Tantals und eigene Prüfadapter haben diese Testsysteme zu den leistungsfähigsten im europäischen Markt gemacht.

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Boundary Scan-Test muss nicht teuer sein



1. Boundary Scan-Testprogrammerstellung in 2-3 Stunden
2. Für REINHARDT-Anwender fallen nur 1-2 Stunden Schulung an.
3. Soft- und Hardware RBS100 6.800 € netto

Nicht nur aus Gründen der Produkthaftung ist das Testen elektronischer Baugruppen ein Muss, eine "0 Fehler"-Produktion ist Wunschdenken. Ein bewährtes Verfahren ist der klassische Incircuittest, der sicher, schnell und sehr kostengünstig ist, mit anschließendem Funktionstest. Gelegentlich kommt er aber aus physikalischen Gründen an seine Grenzen, da die Netze (Leiterbahnzüge) über gefederte Kontaktstifte nicht kontaktiert werden können. Das wird verursacht durch die immer stärker werdende Miniaturisierung, Mehrlagenplatinen (immer öfter mehr als 10 Lagen) mit z. B. IC-Gehäuseformen wie BGA, PLCC ..., die sich aus funktionstechnischen Gründen auch noch gegenüberstehen müssen (ein IC auf der Unterseite der Leiterplatte, das andere auf der Oberseite direkt gegenüber), um möglichst kurze Leiterbahnzüge zu haben und damit kurze Signallaufzeiten, geringere Kapazitäten und Induktivitäten.


An diesen Stellen kann das Boundary Scan-Verfahren zum Einsatz kommen. Beim Boundary Scan benötigen die ICs u. a. zusätzliche Boundary Scan-Zellen (Latches), mit denen Signale in die zu prüfende Schaltung eingeprägt werden können. Diese Zellen können als Treiber (High oder Low) oder als Comparator (misst den anliegenden Logikpegel) betrieben werden. Die Boundary Scan-Zellen der ICs sind seriell in Ketten verbunden und werden mit Treibersignalen beaufschlagt, die Treiberpegel müssen an den angeschlossenen IC Pins des weiteren Boundary Scan-fähigen Bauteils anliegen und können über den Scanpfad erfasst werden. Ein Boundary Scan-fähiges IC besitzt 4 Steuerungs- und Datenpins, einmal die Leitung TDI (TestDatenEingang), TDO (TestDatenAusgang), TCK (Testclock) und den TMS (TestModeSelect). Im Normalbetrieb (nicht Testbetrieb) sind diese Zellen passiv und haben keinen Einfluss auf die Schaltung, das heißt, es gibt keinen Unterschied zu den ICs ohne Boundary Scan-Funktionalität.

Mit diesen Verfahren können also Kurzschlüsse und Unterbrechungen an den angeschlossenen Boundary Scan-fähigen ICs geprüft werden. An diese Leitungen evtl. angeschlossene passive Bauteile wie Widerstände, Kondensatoren, Schutzbeschaltungen können nicht geprüft werden

Diese Boundary Scan-Testmöglichkeiten müssen vom Entwickler der Baugruppe im Design eingebunden werden, d. h. die Baugruppe muss mit einer JTAG-Schnittstelle versehen sein und die Boundary Scan-ICs angeschlossen werden. Meist ist bei solchen Baugruppen bereits eine Schnittstelle vorhanden, weil das zum Flashen verwendet wird.

Das klingt zunächst eimal einfach und plausibel, aber wie kommt man zu einem Testprogramm? Hier scheiden sich die Geister, denn Testprogrammerstellungskosten für Boundary Scan von 3.000 bis 10.000 € werden als ganz normal hingenommen. Dazu kommen noch hohe einmalige Kosten für die Software und Hardware der jeweiligen Anbieter.

Es gibt nur wenige Elektronikproduzenten, die es sich leisten, diese Boundary Scan-Prüfprogramme selbst zu generieren. Das kommt daher, dass fundamentale Programmierkenntnisse gefordert sind und auch Schulungen von 1 Woche und mehr.


Die Firma REINHARDT System- und Messelectronic GmbH hat viele Jahre als Vermittler mit renommierten Herstellern von Boundary Scan-Lösungen zusammengearbeitet, die auch für unsere Kunden Lösungen geschaffen haben, jedoch zu horrenden Preisen, mit langen Lieferzeiten und ohne grafische Fehlerortdarstellung und jede Änderung musste vom Anbieter durchgeführt werden. Diese immer wieder von Kunden monierten Nachteile haben uns vor einigen Jahren ermuntert, das Projekt Boundary Scan zusammen mit unseren Anwendern selbst anzugehen.

Das Editier- und Testpaket RBS100 (REINHARDT Boundary Scan) wurde für REINHARDT-Testsystemanwender entwickelt und konzipiert und ist wie das bisherige Konzept für Incircuit- und Funktionstest eine Programmerstellungssoftware von Praktikern für Praktiker. Es gibt keine kryptische Programmierung. Nach mittlerweile 3 Jahren Einsatz beim Kunden hat sich herauskristallisiert, dass es für Anwender von REINHARDT-Testsystemen lediglich 1-2 Stunden Schulung bedarf. Die Prüfprogrammerstellung eines Boundary Scan-Tests mit grafischer Fehlerortdarstellung ist in 1-3 Stunden abgeschlossen, was schon fast ein Alleinstellungsmerkmal ist.

Das RBS100-Paket setzt nur wenige Daten voraus: Von den Boundary Scan-fähigen ICs wird die BDSL-Datei benötigt, die jeder IC-Hersteller im Internet bereitstellt und die Gerberdaten, das sind die Daten, die der Leiterplattenhersteller für die Bareboard-Produktion benötigt. Wenn vorhanden, kann von den CAD-Daten auch eine Netzliste mit eingebunden werden. Bei der Programmerstellung müssen wie in einem Wizard nur einige Punkte abgearbeitet werden, um ein lauffähiges Prüfprogramm für Kurzschluss und Isolationstest zu erhalten. REINHARDT System- und Messelectronic bietet seit 1979 eigene Testsysteme an, die immer über eine transparente, plausible Fenstertechnik programmiert werden. Das Testsystem bietet zusätzlich die Möglichkeit, den Funktionstest mit den Möglichkeiten des Boundary Scan Tests zu kombinieren. Auf der abgebildeten Flachbaugruppe können zwei Bauteile über die JTAG-Schnittstelle kontaktiert werden, der Atmel ARM7-Mikroprozessor und das EPLD. Alle weiteren Bauteile sind nicht Boundary Scan-fähig. Bei der Entwicklung dieser Baugruppe wurde aus Kostengründen bewusst auf Boundary Scan-fähige Bauteile verzichtet, weil es bei manchen ICs unverhältnismäßig ist: Die beiden 16 Bit bidirektionalen Bustreiber kosten ohne 0,47 $ und mit Boundary Scan 4 $. Über Boundary Scan können diese Bustreiber-ICs angesprochen bzw. programmiert werden, und zwar in der grafischen Logikoberfläche. Das Umsetzen in den richtigen Boundary Scan-Befehl übernimmt die RBS100-Software. Die Ausgänge der beiden 16 Bit Bustreiber können dann mit den meist standardmäßigen bidirektionalen Logikkanälen des Testsystems geprüft werden. Auf dieser Baugruppe befindet sich außerdem ein Digital-Analog-Converter IC, das ebenfalls vom Mikroprozessor angesteuert wird. Auch für diesen über SPI-Bus angesteuerten ADC wird in der komfortablen Logikoberfläche das entsprechende Bitmuster grafisch programmiert. Wieder übernimmt die RBS100-Software das Umsetzen. das REINHARDT-Testsystem hat neben dem digitalen Logiktest natürlich auch ein universelles Messsystem, in das u.a. eine DC-Präzisionsmessung integriert ist. Wie abgebildet wird im Logikformular der gewünschte serielle SPI-Befehl programmiert, damit die entsprechende Gleichspannung am Ausgang des DACs anliegt, in unserem Fall 5 V, die mit einer Toleranz von 0,3 % gemessen werden. Dieses Paket ermöglicht es u.a. dem Dienstleister (EMS), eine Baugruppe gezielt auf Funktion zu testen, ohne zu wissen, wie der Prozessor programmiert werden muss, damit er den entsprechenden Befehl für den DAC ausgibt. So einfach lassen sich verschiedene Prüf- und Programmierverfahren mit einander verbinden. Das ist nur möglich, wenn alle Module aus einem Haus kommen (Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Support). Mit dieser Kombination von RBS100 REINHARDT Boundary Scan-Modul mit Incircuit-Funktionstestsystem ATS-KMFT 670 können Sie ein komplettes Projekt einschließlich Adapterherstellung und Verdrahtung innerhalb von zwei Arbeitstagen durchziehen.

Sie können diesen Artikel laden unter art_1113.pdf.


Kombinertes Incircuit-Funktionstestsystem ATS-UKMFT 627



Das kombinierte Incircuit-Funktionstestsystem bietet im Grundausbau 32 bidirektionale Logikkanäle, 32 Multimatrixkanäle und 128 Incircuit-und Funktionsmesskanäle, die auf max. 608 erweitert werden können. Sein Incircuit- und Funktionsmesssystem bietet über 60 Messbereiche einschließlich Transientenrecorderfunktionen und Fourieranalyse. 2 programmierbare, komplementäre Doppelnetzgeräte 0 bis 24 V dienen zur Versorgung des Prüflings und zur Signalstimulierung, ebenso der Sinus- und Rechteckgenerator. Dieses Testsystem ist auch mit einer Adaptionsvorrichtung (Nutzfläche 192 x 172 mm bzw. 360 x 230 mm) lieferbar für die präzise Kontaktierung der Flachbaugruppe.

Wie immer wurde auf eine sehr hohe Zuverlässigkeit geachtet und auf einen schonenden Umgang mit den zu prüfenden Flachbaugruppen. Die aus vielen Jahren Praxis entstandenen Messroutinen werden kontinuierlich weiterentwickelt, damit optimale Prüfgeschwindigkeit erreicht wird. Zum Auswerten von Signalen im Funktionstest kann auch ein eigener 50 MHz Transientenrecorder miteingebunden werden, der von den kurzen Anschlusswegen zum Prüfling profitiert.

Das ATS-UKMFT 627 lässt sich mit den REINHARDT-Softwaremodulen erweitern, wie dem RBS 100 Boundary Scan Modul, mit dem man Boundary Scan nicht nur zum Kurzschluss- und Unterbrechungstest verwenden, sondern auch mit dem analogen und digitalen Funktionstest verschmelzen kann.

Sie können diese Pressemitteilung laden unter presse_ukmft627.pdf.


ATS-MFT 770


Neue Generation Multifunktionstestsystem für Incircuit- und Funktionstest von elektronischen Flachbaugruppen, Modulen und Geräten


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